Mit Shakti auf ‘ne Tasse Tee

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15.09.2021
#04: SHIVAs Tanz der LIebe

Vielleicht die schönste Liebeserklärungen der Welt…

Unter all den vielen Schätzen des Anahata Yogas gibt es in den Asana Sequenzen ein zentrales Herzstück: Shivas Tanz der Liebe. Schon der Name verrät, dass diese Sequenz sich in eines der zentralen Motive des Anahata Yogas einfügt: dem der Verbindung mit dem Herzen und dem der Herzöffnung. („Anahata“ ist auf Sanskrit das Herzchakra und „Yoga“ kann mit „Verbindung“ oder „Vereinigung“ übersetzt werden). Shivas Tanz der Liebe ist jedoch nicht nur eine Asana Sequenz; mit ihr geht eine der vielen Geschichten und Mythen einher, die im Anahata Yoga erzählt und geteilt werden. Hier sei sie erzählt:

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Foto von Elina Sazonova von Pexels

 

Die Geschichte von Shiva, Shakti und dem Tanz der Liebe

Shiva, der erste und größte Yogi unterhielt sich mit Shakti, seiner Geliebten, über die Liebe. Sie sprachen darüber, was es bedeutet wahrlich zu lieben und wie eine Liebesbeziehung gelebt werden kann, so dass sie uns erfüllt, trägt und wachsen lässt. Und Shiva, der nicht nur phänomenaler Yogi, sondern zugleich auch ein großartiger Künstler und Tänzer war, teilte seine Interpretation einer gelungenen Beziehung nicht mit Worten. Vielmehr tanzte er seine Philosophie der Liebe und des Liebens Shakti vor.

Es war ein wunderschöner Tanz, leicht und stabil, offen und formgebend, fließend und pulsierend im Rhythmus seiner Atmung. Shakti war ungemein berührt von der Anmut dieses Tanzes. Und gleichzeitig, getrieben von ihrem Durst nach tiefer, gelebter Erfahrung fragte sie: „Aber was bedeutet dieser Tanz genau?“

Nun tanzte Shiva den gleichen Tanz ein weiteres Mal, doch dieses Mal begleitete er jede Bewegung mit diesen Worten: 

 

 

Ich möchte mich mit Dir verbinden

Ich möchte mein Herz Dir öffnen, ohne jegliche Erwartungen

All meine Liebe Dir schenken, ohne jegliche Bedingungen

Diese Liebe ehren und achten und nichts tun, was ihr Schaden zufügen könnte

Und die Kraft entwickeln, diese Liebe so zu leben.

 

 

Nun war Shakti umso mehr berührt vom Zauber dieses Tanzes und fragte Shakti: „Wie hast du gelernt, so zu lieben?“ Shiva antwortete wieder mit einem Tanz:

 

Zunächst habe ich mich mit mir selbst verbunden

Habe mein Herz mir geöffnet, ohne jegliche Erwartungen

All meine Liebe mir geschenkt, ohne jegliche Bedingungen

gelernt, diese Liebe zu ehren und achten und nichts zu tun, was ihr Schaden zufügen könnte

Und die Kraft entwickelt, diese Liebe so zu leben.

 

Shivas Tanz der Liebe –  eine verkörperte Liebeserklärung

Wir tanzen diesen Liebestanz immer wieder im Anahata Yoga, in mehreren Durchläufen. Durch die Verbindung von Worten, Bewegung und Atmung wird diese Philosophie zu einer verkörperten Liebeserklärung – uns selbst und anderen gewidmet. Durch die Wiederholung der Asana Sequenz wird deutlich, dass diese Art zu Lieben nicht statisch ist, die wir nur einmal irgendwie erreichen müssen und dann ein Selbstläufer wird. Ganz im Gegenteil – der Tanz spiegelt ein immerwährendes Pulsieren zwischen

  • dem Aufbauen einer Verbindung mit dem Gegenüber (oder mit uns selbst natürlich, je nachdem, wie wir den Tanz tanzen). Wir schenken unsere ungeteilte Aufmerksamkeit dem anderen, signalisieren, dass sie oder er wirklich gemeint ist. Allein das ist schon von einem unschätzbaren Wert an sich – gerade in unserer schnelllebigen Zeit;
  • dem Öffnen unseres Herzens, wohl bewusst darüber, dass wir uns damit dem anderen gegenüber verwundbar zeigen. Doch nur mit einem offenen Herzen ist uns eine authentische und tiefe Verbindung möglich – so wie es schon in „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint Exupery heißt: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“;
  • der Annahme dessen, was das Gegenüber uns zeigen mag und ist – mit allem Schönen und nicht so Schönen, mit all dessen, was gut ist und was noch der Entwicklung bedarf. Mit allem unperfekten und vielleicht auch mit Schmerz. Wir schenken damit einen sicheren Raum, in dem unser Gegenüber sich angenommen fühlen darf;
  • der Würdigung und Wertschätzung dieser Verbindung, dieses Raums und der daraus entstehenden nährenden Beziehung. Damit einhergehend das Bewusstsein, dass dies ein besonderer Reichtum für unser Leben darstellt, den es aktiv durch einen achtsamen Umgang damit zu schützen und zu pflegen gilt;
  • der Integration dieser Erfahrung und Verstetigung dieses achtsamen Verhaltens, welches uns zu einer höheren Bewusstseinsebene führt und somit Teil unserer Persönlichkeit werden lässt. Somit kommt das, was wir dem anderen an Aufmerksamkeit, Liebe, Verständnis und Mitgefühl geschenkt haben, als Baustein unserer persönlichen Entwicklung zurück. Es wird somit zum Fundament, welches uns erlaubt uns dann wieder auf eine tiefere oder andere Beziehungsebene einzulassen.

Die Asana-Sequenz von Shivas Tanz der Liebe

Shivas Tanz der Liebe als praktische Hilfstellung im Alltag

Als praktische Anwendung empfehle ich gerne, diesen Tanz der Liebe gerade auch dann mit sich selbst oder einer anderen Person zu praktizieren, gerade auch dann, wenn die Beziehung nicht so leicht zueinander ist. Das Verkörpern und Nachspüren der einzelnen Etappen kann uns dabei helfen, besser zu verstehen, wo eine Blockade oder ganz einfach der Wurm drin sein kann:

  • Nehme ich mir wirklich die Zeit, mich mit der Person auseinanderzusetzen?
  • Gibt es Erwartungen, und wenn ja, sind sie an der Stelle zu rechtfertigen?
  • Verknüpfe ich meine Zuwendungen an Bedingungen und spürt das vielleicht mein Gegenüber?
  • Schenke ich der Beziehung die notwendige Bedeutung in meinem Leben oder vernachlässige ich sie ein Stück weit zu Gunsten anderer Aspekte? Und wenn ja, kann ich das aktuell so vertreten?
  • Zeige ich wirklich die Bereitschaft an dieser Beziehung zu wollen?
  • Und wie empfinde ich all diese Aspekte bei meinem Gegenüber?

Es geht also hier gar nicht darum, eine perfekte, vollkommene (Liebes-)Beziehung zu erreichen. Vielmehr kann uns Shivas Tanz der Liebe auf die Spur, wo und wie wir den Kontakt anderen verloren haben. Um dann wieder neu entscheiden zu können, wie wir damit umgehen. Wir wechseln damit also wieder von der passiven (Opfer-)Rolle zur aktiven Gestalterin unserer Beziehungen und damit nicht zuletzt eines bewussten Lebens.

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