Mit Shakti auf ‘ne Tasse Tee

Der Blog rund um persönliches Wachstum, Nachhaltigkeit und Spiritualität
02.05.2021
#03: Wege Zu einem neuen bewusstsein

Warum uns der Schlüssel zu unserer frühkindlichen Prägung verloren gegangen ist

(…und wie Du ihn wieder finden kannst)
TEIL 2

 

Im Teil 1 dieses Blog-Beitrags sprach ich darüber wie die Aufnahmefähigkeit und Prägung unseres Unterbewusstseins von den unterschiedlichen Hirnwellen-Frequenzen abhängt und wie diese sich mit der Entwicklung eines Babys zu einem Teenager Stück für Stück weiterentwickeln – weg vom ursprünglich weit offenen Unterbewusstsein (Delta- & Theta-Wellen) hin zu auf Bewusstseins-Ebene agierenden Betha- und Alpha-Wellen.

Und somit schließt sich – vordergründing – unser Zugang zu unserem Unterbewusstsein und damit auch der Möglichkeit, darauf „bewusst Einfluss zu nehmen“: Verhaltens- und Denkmuster sind  erstmal durch die Prägung unser ersten drei bis sechs Lebensjahre gesetzt. Aber es wäre zu kurz gegriffen, zu glauben, dass man somit keinen Zugang mehr zum Unterbewusstsein hätte. Und je nach Methode gibt es da eine Unmenge an verschiedenen Möglichkeiten, wie man an das  Unterbewusstsein „rankommen“ kann und damit entsprechend arbeiten.

Ich möchte mich in diesem Blockbeitrag allein auf die Rolle und Potenziale der Hirnwellen als Zugang zum Unterbewusstsein begrenzen. Und damit gleichzeitig zeigen, warum das Meditieren so ein machtvolles Instrument sein kann.

Um das alles zu verstehen, wollen wir uns erst nochmals das Auftreten der unterschiedlichen Wellenfrequenzen im Tagesverlauf näher anschauen: 

Mit dieser Betrachtung zeigt sich zum Einen: Wir verfügen sehr wohl noch über einen guten und regelmäßigen Zugang zu unserem Unterbewusstsein. Die Schwierigkeit, auf die wir dabei treffen, ist jedoch: Dieser Zugang zum Unterbewusstsein einerseits und bewussten Denken andererseits ist in Phasen und so voneinander getrennt, dass wir uns entweder in der einen oder der anderen Bewusstseinsebene befinden. Wann immer wir den Zugang zu unserem Unterbewusstsein haben, nämlich im Schlaf, ist unser analytischer Geist –  welches wir zum „Aufräumen von Glaubenssätzen“ bräuchten – außer Gefecht gesetzt. Und nur diese kurze Phase zwischen Einschlafen und Aufwachen enthält die Möglichkeit, an beide Bewusstseinsebenen heranzukommen – aber das eben auch nicht auf eine kontrollierte und steuernde Weise.

 Zeichnung und Photo von Adelheid

An dieser Stelle möchte ich noch ein weiteres, bewusst vereinfachtes Bild hinzufügen: Wenn wir das analytische, intellektuelle Denken den Aktivitäten unserem Gehirn zuschreiben, so können wir unser Unterbewusstsein unserem Körper zuschreiben.  Das macht insofern Sinn, dass sich unser Unterbewusstsein in unserem ganzen Körper, ja, in jeder einzelnen Zelle eingenistet hat, während das bewusste Denken „nur“ im Kopf stattfindet. Daher das vereinfachte Bild an dieser Stelle: Der Kopf (bzw. der Geist) entspricht dem Bewusstsein und der Körper dem Unterbewusstsein.

***

Und mit diesem Grundverständnis über Gehirnwellen und ihre Verbindung zu unseren Bewusstseinsebenen kann man recht einfach verstehen, was beim Meditieren passiert:

Fangen wir an mit dem typischen Setting einer Meditation: die Meditierende begibt sich an einen ruhigen, möglichst ungestörten Ort. Sie setzt sich in ihre Meditationshaltung, typischerweise eine Art Schneidersitz mit aufgerichteter Wirbelsäule und bewegt dann ihren Körper nicht mehr. Sie schließt ihre Augen (ganz oder lässt noch einen kleinen Spalt auf) und konzentriert sich auf ihren Atem.

Vergleichen wir mal dieses Setting mit den Eigenschaften unserer Gehirnwellen:

 

Je länger die Meditierende dann sich auf den Zustand einlässt, umso mehr senkt sich die Hirnfrequenz ab von Betha zu Alpha, zu Theta und wenn ganz tief geht auch in Delta-Wellen. Dieses bewusste Absenken der Frequenz kann mit unterschiedlichen Atem- und Denktechniken und etwas Übung verfeinert, intensiviert und auch in gewünschte Richtungen gelenkt werden. Das entscheidende Grundprinzip bleibt jedoch dasselbe:

mit Hilfe der Meditation können wir unseren Geist in die Tiefen unseres Unterbewusstseins lenken, ohne dabei das Bewusstsein zu verlieren. Es ist also, als würde unser Körper in ein Schlafzustand versetzt werden, der Geist jedoch wach bleiben.

Dadurch und durch das Ausblenden der Außenwelt, können sich nun die Gedanken, Glaubensätze und Vorstellungen unseres Unterbewusstseins nicht weiter verstecken. Oder vielmehr vielleicht: in diesem Geisteszustand der Meditation dürfen sie sich endlich unserem Bewusstsein zeigen.

Ein bisschen ist es vergleichbar als würde man in den eigenen Keller hinabsteigen und dort Ordnung schaffen: während wir dort oft viele, fast vergessene Schätze wiederentdecken, stolpern wir genauso über alten Kram, der entweder in der falschen Kiste gelandet ist und somit endlich umsortiert werden kann. Oder wir entdecken auch einfach unnötigem Ballast, der endlich entsorgt werden darf. Und das kann von so scheinbar banalen aber unglaublich mächtigen Glaubenssätzen wie „ich bin nicht gut genug“, bis zu ganz tief verschütteten Erinnerungen an Personen oder Ereignisse reichen, die uns einen umfassenden Halt und Glauben an das Gute in der Welt geschenkt haben.

Nicht jede Meditation schenkt so tiefe Einblicke. Aber Stück für Stück, manchmal sehr langsam, manchmal in sieben Meilen Schritten, wird somit der innere Keller aufgeräumt und Raum für neue Gedanken und Glaubensätze geschaffen. Glaubensätze, die man sich nun selbst aussuchen darf, die einem das Leben bereichern und leichter machen.

Und während man somit in der Meditation oft erstaunliche, berührende und tiefe Erfahrungen macht und Einsichten erlebt, wird das Leben in der Außenwelt wie von Zauberhand um einiges leichter. Selbst aufgesetzte Begrenzungen dürfen Stück für Stück wegfallen. Eine innere Stabilität und Klarheit, gepaart mit einer Leichtigkeit und Wohlwollen für sich selbst und andere dürfen sich entwickeln und sich in unserem Denken und Handeln widerspiegeln. Und daraus selbst entwickelt sich dann wieder eine neue, uns viel mehr nährende Reaktion unseres Umfeldes, die uns auf unserem Kurs weiter bestärkt.

Das heißt natürlich nicht, dass die Meditation alle Probleme in unserem inneren und im äußeren Leben aus dem Weg räumt. Manchmal sind es gerade diese tiefen Einsichten, die zumindest zeitweise auch eine tiefe Trauer in uns hervorrufen. Denn die Erkenntnis, dass man sich selbst so lange unbewusst an Ketten gelegt hat oder sich selbst ungemein lieblos behandelt hat, kann schmerzen. Und dennoch öffnet auch so eine Erkenntnis die Türen für neue Pfade und Entwicklungen. Und birgt damit das Potenzial für ein selbstbestimmtes, selbstverantwortliches, freies und nicht zuletzt glückliches Leben.

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